Wir bieten aktuell KI-gestützte Funktionen in vier Bereichen (Szenarien) an:
Die folgenden FAQ behandeln die oben genannten vier Szenarien. Wo sich die Antworten je nach Szenario unterscheiden, haben wir die Einzelheiten für jedes Szenario dargelegt.
KI-Modell
Anbieter des Modell-Hostings
Datenstandort
Gemini über Vertex AI
Google Cloud EMEA Ltd, 70 Sir John Rogerson’s Quay, Dublin 2, Irland
EU
Mistral
Mistral AI Ltd, 15 rue des Halles, 75001 Paris, Frankreich
EU
Unser eigenes Modell
Google Cloud EMEA Ltd, 70 Sir John Rogerson’s Quay, Dublin 2, Irland
CH
Über das KI-Modell verarbeitete Daten
Inhaltserstellung
● Pädagogische Ausgangsmaterialien (z. B. Fragensätze), Themenvorgaben oder andere von der Lehrperson bereitgestellte Texte
● Zusätzliche Vorgaben der Lehrperson (z. B., ob die KI einen Fragenkatalog zum Lesen oder Hören erstellen soll)
Kommentarfunktion
● Frage
● Antwort der Lernenden
● Feedback-Vorgaben der Lehrperson
● Bewertung der Antwort durch die Lehrperson
Benotungshilfe undSelbststudium
● Frage
● Antwort der Lernenden
● Beispiellösung der Lehrperson, falls verfügbar
Klassifizierung
Warum diese Einstufung?
Wie stellen wir die Einhaltung der Vorschriften sicher?
Inhaltserstellung
Begrenztes Risiko (Transparenz)
Da die Funktion zur Erstellung von Inhalten generative KI zum Verfassen von Unterrichtsmaterialien nutzt, stufen wir sie als „begrenztes Risiko“ ein, um den Transparenzanforderungen des KI-Gesetzes (Artikel 50) zu entsprechen.
Die Benutzeroberfläche von Classtime informiert Lehrpersonen eindeutig darüber, dass sie ein KI-Entwurfswerkzeug verwenden.
Die endgültigen Materialien, die an die Lernenden verteilt werden, erfordern unserer Ansicht nach keine obligatorische Kennzeichnung als „KI-generiert“. Da eine Lehrperson die Inhalte aktiv überprüft und validiert, bevor sie im Unterricht verwendet werden, betrachten wir das Endergebnis als unter die Ausnahme für unterstützende Funktionen des KI-Gesetzes fallend. Dies ermöglicht es Pädagogen, die Effizienz der KI zu nutzen, ohne ihre Autorität zu untergraben oder die Lernenden mit automatisierten Haftungsausschlüssen auf jedem Arbeitsblatt zu verwirren.
Kommentarfunktion
Begrenztes Risiko (Transparenz)
Da die Kommentarfunktion generative KI nutzt, stufen wir sie als „begrenztes Risiko“ ein, um den Transparenzanforderungen des KI-Gesetzes (Artikel 50) zu entsprechen.
Die Benutzeroberfläche von Classtime informiert Lehrpersonen klar darüber, dass sie ein KI-Entwurfswerkzeug verwenden.
Die ausgegebenen Kommentare erfordern unserer Ansicht nach keine obligatorische Kennzeichnung als KI-Ergebnis für die Lernenden. Da eine Lehrperson jeden Kommentar aktiv überprüft und genehmigt, bevor er versendet wird, betrachten wir die endgültige Ausgabe als unter die Ausnahme für unterstützende Funktionen des KI-Gesetzes fallend. Dies stellt sicher, dass die Lernenden verifiziertes, verantwortungsbewusstes Feedback erhalten, ohne dass die Autorität der Lehrperson untergraben wird oder die Lernenden durch automatisierte Haftungsausschlüsse verwirrt werden.
Benotungshilfe
Vorläufig (in Prüfung): Risikoeinstufung abhängig vom Einsatzzweck
Gemäss dem EU-KI-Gesetz (Anhang III) gelten KI-Systeme, die zur Bewertung von Lernergebnissen eingesetzt werden, grundsätzlich als mit hohem Risiko behaftet. Massgebend ist dabei der Einsatzzweck: Wird unsere KI-Benotungshilfe für die summative Bewertung eingesetzt, das heisst fliesst ihr Ergebnis in eine End- oder Zwischennote ein, ist sie nach unserer aktuellen Einschätzung als Hochrisiko-KI-System zu qualifizieren. Wird sie hingegen ausschliesslich formativ, also lernbegleitend und ohne Einfluss auf die Notengebung, eingesetzt, ist sie nach unserer Einschätzung nicht als Hochrisikosystem zu qualifizieren. Diese Unterscheidung stützt sich auf den Entwurf der Leitlinien der Europäischen Kommission zur Einstufung von Hochrisiko-KI-Systemen, deren Konsultation noch bis zum 23. Juli 2026 läuft und deren definitive Fassung gegen Ende 2026 erwartet wird.
Der "Digital Omnibus" zur Vereinfachung des EU-KI-Gesetzes ist im Juni 2026 formell verabschiedet worden: Die Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme nach Anhang III gelten danach ab dem Dezember 2027.
Wir bereiten uns bereits jetzt aktiv auf die Einhaltung dieser Vorschriften vor. Wir sind uns bewusst, dass einige Einrichtungen möglicherweise eine strengere Risikohaltung einnehmen möchten, während sich die regulatorischen Definitionen weiterentwickeln. Daher kann die KI-Benotungshilfe, wie alle KI-Funktionen, in den Einstellungen vollständig deaktiviert werden. Dies stellt sicher, dass Schulen sofort zu vollständig manuellen Prozessen zurückkehren können, wenn interne Richtlinien oder rechtliche Vorsicht dies erfordern, ohne den Rest der Softwareplattform zu beeinträchtigen.
Selbststudium
Begrenztes Risiko (Transparenz)
Wir stufen diese Funktion als „begrenztes Risiko“ ein, da sie eine direkte Interaktion der Lernenden mit der KI beinhaltet.
Unserer Ansicht nach fällt das Tool jedoch nicht in die Kategorie „Hohes Risiko“, da es ausschliesslich für das selbstgesteuerte Lernen konzipiert ist und ohne Eingreifen der Lehrperson funktioniert. Es dient ausschliesslich der formativen Beurteilung, d. h. es vergibt keine offiziellen Noten, bewertet keine Lernergebnisse für Zeugnisse und entscheidet nicht über den Zugang zu weiterführender Bildung.
Diese Funktion ist ausschliesslich für das persönliche Üben der Lernenden und nicht für offizielle Benotungen oder Ranglisten vorgesehen.
Die Lernenden werden transparent darüber informiert, dass sie mit einem KI-Tutor üben, wodurch klare Erwartungen geschaffen werden, dass es sich bei dem Feedback um automatisierte Ratschläge handelt und nicht um das endgültige Urteil einer Lehrperson.
Anbieter von Modell-Hostin
Richtlinie des Anbieters zur Datenaufbewahrung
Google (Vertex AI)
Keine Datenaufbewahrung (siehe https://docs.cloud.google.com/vertex-ai/generative-ai/docs/vertex-ai-zero-data-retention)
Mistral AI
Keine Datenspeicherung
Unser eigenes Modell
Kein Drittanbieter
Wie Nutzer KI-generierte Ergebnisse überprüfen
Erstellung von Inhalten
Im Allgemeinen werden alle Inhalte der Lehrperson zur obligatorischen Validierung vorgelegt. In einigen wenigen Anwendungsfällen wird die Validierung der erstellten Inhalte von unseren internen Experten durchgeführt. Unabhängig vom Validierungsstatus liegt es in der alleinigen Verantwortung der Lehrperson, sicherzustellen, dass sie über die erforderlichen Rechte und Berechtigungen für alle von ihr hochgeladenen Inhalte verfügt.
Kommentarfunktion
Die KI liefert Textvorschläge, und der Arbeitsablauf sieht vor, dass die Lehrperson den Kommentar aktiv überprüft, gegebenenfalls ändert und durch Klicken auf „Speichern“ genehmigt, bevor dieser an den Lernenden gesendet wird.
Benotungshilfe
Unser Tool zur Unterstützung bei der Benotung soll Lehrpersonen unterstützen und nicht ersetzen. Obwohl die KI Vorschläge unterbreitet, liegt die endgültige Entscheidung bei der Lehrperson, die die Vorschläge der KI aktiv prüfen und akzeptieren muss, bevor die Benotung endgültig wird (weitere Details finden Sie hier: Helpdesk-Artikel).
Selbststudium
Das Selbststudium-Tool ist für das selbstgesteuerte Lernen konzipiert und funktioniert ohne Eingreifen der Lehrperson. Die Lernenden nutzen diese Funktion zum Üben, ohne dass sie für die offizielle Benotung herangezogen wird. Der Lernende fungiert dabei effektiv als „Human-in-the-Loop“, indem er entscheidet, wann er das Tool zum Selbststudium einsetzt.